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Ein ganz normaler Tag

Autor: Eunike | Datum: 09 Dezember 2013, 18:27 | 2 Kommentare

Und, weil ich heute Lust und Internet habe, schreibe ich euch einfach von einem ganz normalen Tag bei mir.

 

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Aufstehen um sieben Uhr stellt sich bei mir immer als sehr hart heraus, da ich doch meist erst später, als 22-23 Uhr ins Bett komme durch diverse Tätigkeiten oder weil ich doch noch bei den Nachbarn zum Essen war.

So war es nämlich gestern, weswegen  mein Wecker auch eben auf Schlummern gestellt wurde für 10 Minuten. Danach musste ich aber wirklich raus, denn Frühstücken, aufwachen und der Weg zum Krankenhaus müssen bewältigt werden. Da ich so nah am Krankenhaus wohne, komme ich auch regelmäßig ein paar Minuten zu spät- was ein Paradox, aber die Wahrheit.

Arbeit war heute viel, da nicht nur viele Patienten da waren, sondern auch die letzten Tage noch mehr da waren, sodass viel Akten- und Schreibarbeit angefallen ist. Seit neustem mache ich die auch, trotz dessen, dass ich die Diagnosen in Französisch schreiben muss, obwohl ich das gar nicht kann. Daher frage ich doch ab und an, wenn ich die Schrift der Ärzte nicht erkennen kann. Die haben manchmal aber auch ne Sauklaue :P

In meiner Pause, musste ich- wie jeden Montag- meinen Wocheneinkauf tätigen und noch die Deutschstunde, die ich am Abend gebe mir nochmal anschauen und ein paar Notizen machen. Da mein Haus auch noch schrecklich aussah, weil die Kinder gestern da waren war eine kleine Putzaktion auch noch drin. Allerdings waren damit die zwei Stunden Mittagspause auch schon voll und ab ging es zur Arbeit, wo wieder Akten auf mich warteten. Die hab ich dann bearbeitet und es war ganz nett, weil meine liebe Kollegin auch Akten geschrieben hat. Außerdem haben wir uns unterhalten und mit ihr lerne ich immer viel Kinyarwanda, weil sie wenig englisch spricht. Sie ist dabei auch so süß, dass es richtig Spaß macht und wir immer viel lachen.

Nachdem die Akten dann endlich beendet waren, allerdings warten morgen auf mich noch ein paar, bin ich wie meistens am Nachmittag ein wenig rumspaziert und hab andere Kollegen besucht. Das ist meist echt lustig und macht Spaß.

Man redet und die Arbeit ist in dem Moment eher Sekundär.

Danach bin ich schnell noch ins Center Kigemes (Shyapa) um Zucker zu kaufen für den Tee am Abend. Ich persönlich trinke keinen Tee mit Zucker, aber so ziemlich fast jeder Ruander. Mir ist jedenfalls noch niemand begegnet, der in Ruanda keinen Zucker in den Tee tut. Dies beschert mir auch immer viel Empörung und Verwunderung. Naja, egal!

Am Abend war dann Deutschstunde, denn ich habe zwei Deutschschüler. Die beiden gehen ab April mit der VEM nach Deutschland und nehmen nun bei mir Unterricht. Heute waren die Adjektive dran und ich merke bei jedem Thema, wie schwer doch die Deutsche Sprache ist und wie wenig Regeln wird haben, nach denen man sich richten könnte. Meine armen Schüler, denke ich oft :D

Die Stunden machen jedenfalls immer Spaß und mir gefällt es meine eigenen Sprache mit Regeln zu verstehen und Beispiele zu finden. Die Stunden sind meist eine Stunde lang, obwohl wir eigentlich 1,5 gesagt haben. Allerdings ist niemals jeder pünktlich, was aber hier nicht weiter tragisch ist.

Danach habe ich dann noch die Stunde mit den Vokabeln fertig gemacht und den beiden per Mail geschickt. Dabei gab es sogar Einslive, was hier heute möglich war, dank guten Internet. Joa, dann geht es gleich auch zum Glück ins Bett, nachdem ich ein paar Mails beantwortet habe. Morgen geht’s ja wieder los und die Patienten wollen ja auch ihr Vitalzeichen bekommen und die Akten möchten auch wieder zurück ins Archiv;)

Ich wünsche euch eine schöne Woche

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