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Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt martin ritt durch Schnee und Wind....

Autor: Eunike | Datum: 13 November 2013, 14:14 | 2 Kommentare

Nach so langer Zeit, in der ich nicht gebloggt habe, kommt nun wieder etwas.
Die letzten Wochen waren doch so normal wie Alltag eben ist und voll wie mein neues Leben hier mich beansprucht. Daher hatte ich wenig Zeit und wenig neue Sachen zu berichten.

Leider verstrichen die letzten Wochen auch ohne irgendwelche Informationen über mein Visum und so langsam wurde es dann knifflig und eng.
Nein, meine Lieben, ich war nicht illegal im Land. Wenn man als Deutscher Staatsbürger oder Staatsbürgerin in Ruanda einreist hat man ein Tourist-Visum für drei Monate. Mit diesem war ich also legal im Land. Allerdings möchte ich hier ja ein Jahr verbringen und da reicht dieses Visum nicht. So brauchte ich ein dringendst mein Volunteer-Visa, da ja Mitte/Ende November mein Tourist-Visa ausgelaufen wäre.
Also spontan am Donnerstag nach Kigali zu Monique, meiner Mitfreiwilligen, um dann am Freitagmorgen beim Immigration Office nachzufragen, was denn mit meinem Visum sei.
Nach der Arbeit bin ich also auf die leider doch sehr lange, regenreiche und mühselige Fahrt nach Kigali aufgebrochen. Bei Monique war ich dann gegen 21.30 und wir sind uns fröhlich in die Arme gefallen. Lange wurde es dann aber nicht, denn Monique musste am nächsten Tag arbeiten und ich zum Immigration Office.
Am nächsten Morgen dort angekommen, wartete ich 20 Minuten bis ich dran war. Ich begrüßte höflich auf Kinyarwanda und fragte nach meinem Visum. Der liebe Mann wunderte sich auch, fragte mich nach meiner Nationalität und kurz darauf fischte er aus einer Schublade meinen Reisepass hervor. Darin klebte feinsäuberlich mein Volunteer-Visa. Ich war so erleichtert und glücklich, dass es doch so einfach und ohne unnötige Komplikationen verlaufen war.
So froh, fuhr ich also zu Moniques Haus um dort erschöpft von allem möglichen zu schlafen. Am Nachmittag hab ich Monique dann bei ihrer Arbeit besucht. Ist schon was ganz anderes das Straßenkinderprojekt von Monique als meine Krankenhausarbeit. Sie macht das aber super.
Danach sind wir auf den Markt, der wirklich alles zu bieten hat. Da ich sonst den kleinen Dorfmarkt bei mir gewohnt bin, war ich hin und weg von der großen Auswahl des Marktes bei Monique um die Ecke. Dort haben wir dann auch gleich zugeschlagen und Ananas, Äpfel, Mango, Bananen und Zitronen, die sich als Orangen entpuppten, gekauft. Daraus gab es dann am Abend einen wunderbar leckeren Obstsalat. Diesen haben wir mit Pudding, einer Flasche Wein und einem netten Film genossen.
So kann man ein Wochenende starten=)
Ausschlafen war dann am Samstag angesagt. Nach einem Frühstück mit sehr leckerem Rührei, haben wir uns dann auf den Weg zu einem großen Markt in Kigali aufgemacht und dort nach Stoffen zu schauen. Der Markt, was auch riesig und die Auswahl wirklich groß. So viele Stoffe waren wunderbar und so haben wir dann leider doch viel Geld für schöne Stoffe ausgegeben. Mal sehen, zu was genau Monique und ich unsere Stoffe verarbeiten lassen.
Es hat aber riesig Spaß gemacht und zusammen feilschen macht gleich viel mehr Spaß. Danach waren wir allerdings geschafft, sind aber noch in die Innenstadt gefahren um Gewürze für unseren Glühwein zu besorgen.

Der Abend war dann quasi das Highlight des Tages. Monique hat wunderbar gekocht. Es gab Nudeln mit Mais, Erbsen und Karotten und dazu den wunderbarsten Gewürzen. Während Monique gekocht hat, habe ich ein bisschen Sankt Martin geschmückt und dekoriert. Dabei liefen Martinslieder, die wir lauthals mitgesungen haben. Es war wunderschön und die Laternen zum Aufstellen, haben uns beiden viel Freude bereitet.


Nach dem Festmahl, hat Monique noch Glühwein gemacht, der auch so richtig in die dunkle Jahreszeit passte. Alles war also wunderbar und so richtig heimelich.
So klang der Abend aus.
Am Sonntagmorgen ging es zum englischen Gottesdienst, der immer sehr schön ist. Ich genieße es mal den ganzen Gottesdienst zu verstehen. Moniques Gemeinde dort ist auch super lieb. Nach dem Gottesdienst haben wir noch schnell Ziegenfleisch(wirklich lecker!!) gekauft und mit den Resten vom Vortag verspeist.
Leider musste ich dann auch schon wieder die Rückfahrt antreten.
Das Wochenende war einfach sehr entspannt, es hat unglaublich gut getan und Monique und ich hatten viel Spaß =)

Leider war mein Montag dann nicht so stark, da ich nachmittags Fieber bekommen habe. Am Dienstag bin ich dann mal zum Arzt, was sehr simpel ist, wenn man im Krankenhausarbeitet. Der diagnostizierte eine Mandelentzündung, sodass ich nun Antibiotikum nehme und ein paar Tage krankgeschrieben bin. Mir geht es aber schon besser. Ich hab kein Fieber, liege viel im Bett und trinke Tee. Also bloß keine Sorgen;) Mein Rundbrief wird auch bald kommen.

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