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Ein netter Sonntag

Autor: Eunike | Datum: 22 September 2013, 19:00 | 0 Kommentare

Heute Morgen bin ich früh aufgestanden, also um 6:45, da ich noch Wäsche waschen wollte bevor ich zum Gottesdienst aufgebrochen bin.
Diese Woche war ich bei einem Gottesdienst in Nyamagabe, die nächst größere Stadt, eingeladen. Der Personalchef des Krankenhauses mit dem ich mich ganz gut verstehe und der mir bei all meinen Fragen und Problemchen ob es nun Strom, Müll oder Krankenhaus ist hilft, hatte mich gefragt. Es war nämlich eine Ordination und sein Vater gehörte zu einem von vier Pfarrern, die heute in dem Gottesdienst ordiniert wurden.Der Gottesdienst begann um neun und ich kannte quasi niemanden, daher saß ich zwischen zwei netten, wildfremden Menschen. Die beiden halfen mir aber bei der Liedersuche in meinem Gesangbuch jedes Mal, was echt lieb war.
Der Bischof, der auch mein Nachbar ist, hat den Gottesdienst gehalten und nach ein paar Gebeten und Lieder, sowie einem Chor, wurde dann die Ordination mit Versprechen und Segnung vorgenommen. Es war wirklich sehr feierlich, wie alle in ihren Gewändern da standen und der Bischof sie segnete.  Danach ging es weiter mit noch drei Chören, einer sehr langen und wohl lustigen, denn ständig haben die Leute gelacht, Predigt des Bischofs, vielen Gebeten, Liedern und Ankündigungen. Auch wurden alle Gäste aus verschiedenen anderen Diözesen begrüßt und vorgestellt. Achja, und Abendmahl gab es auch noch.
Ihr könnt euch also vorstellen, dass das alles sehr lange gedauert hat und damit habt ihr recht, denn es waren 3,5 h Stunden. Ich hab natürlich nichts weiter verstanden und war dann auch irgendwie froh mal von dem kleinen Bänkchen nach der langen Zeit aufzustehen.
Als ich rausging und alle Leute sich vor der Kirche tummelten, wusste ich nicht wohin mit mir. Es waren wirklich viele Leute da, denn die Kirche war gerappelt voll gewesen und auch am Fenster hatten sie schon gestanden und auf den Treppen.
Ich fühlte mich also wie bestellt und nicht abgeholt bis ich endlich drei Menschen aus dem Krankenhaus erkannte. Die nahmen mich dann auch direkt unter ihre Fittiche und wir gingen gemeinsam zu der Feierlichkeit im Anschluss.
Diese fand in dem Garten eines Hotels statt, dass nur 500 m entfernt war.
Unter einem großen Zelt waren Stühle aufgebaut für die offizielleren Gäste. Alle anderen hatten Stühle ohne Zelt im Freien. Alle Stühle waren auf die Mitte fixiert. Wir setzten uns zum Glück in den Schatten eines Baumes, denn so am Mittag hat die Sonne doch extrem geknallt.
Nach einer Stunde warten, waren endlich alle da und auch der Gastgeber, der Ordinierte , war erschienen. Nun trat ein Chor auf und ein Pastor erzähle ein paar Worte. Danach wurde jedem ein Softdrink gegeben und jeder bekam in einer Aluminiumschale essen. Das ist wirklich lustig, denn jeder Gast und das waren bestimmt 200, hat solch eine Schale bekommen. Die werden vorher fertig gemacht und man findet darin ein Stück Fleisch (Nach zweieinhalb Wochen mal wieder Fleisch, wie ich mich gefreut habe), Kochbanenen, Kartoffeln und ein kleines Brötchen und natürlich eine Gabel. Es ist auf jedenfall ein riesen Aufwand für so viele und mit diesen Schalen wirklich praktisch. Die offizielleren Gäste allerdings hatten ein kleines Buffet, aber das ist ja auch verständlich, sowas würde den Rahmen sprengen, wenn man es für alle macht.
Nach dem Mahl wurde dann noch weitergesungen, Reden geschwungen und nochmal ein paar Gäste vorgestellt.
Leider ist das Fest dann irgendwann ins Wasser gefallen, da es angefangen hat zu regnen. Es ist eben gerade Regenzeit in Ruanda. Alle stellten sich also unter und warteten bis der Regen aufgehört hat. Ich also auch. Als der Regen dann vorbei war, war es auch schon fast halb fünf und die Feierlichkeit schon 3,5 h lang. Ich entschied mich also zu gehen, wie die meisten anderen Gäste. Da ich nicht unhöflich sein wollte, ging ich zu dem Gastgeber und seiner Frau und beglückwünschte sie. Sie bedankten sich bei mir für mein Kommen und waren wirklich süß.
Es war also sehr nett, auch wenn alles sehr lange gedauert hat. Ich habe allerdings viel Spaß gehabt, neue Eindrücke gewonnen und mehr mit meinen Krankenhausbekanntschaften unternommen, von denen mich einer dann auch prompt für nächsten Sonntag eingeladen hat. So schnell kanns gehen=)

Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen Sonntag und wart alle fleißig bei der Wahl. Ich bin schon ganz gespannt darauf mir gleich die Ergebnisse im Internet anzuschauen.

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